Grau ist nur die Farbe

Mit dem Ride 13 ist Saucony ein tolles Update ihres Klassikers gelungen. Wir haben getestet und sind ganz angetan vom neutralen Trainingsschuh.

Zugegeben: Sehr attraktiv oder gar auffällig ist der Ride 13 nicht wirklich. Zu grau, zu unscheinbar, fast scheint der Schuh unsichtbar zu sein, so unspektakulär präsentiert er sich äusserlich. Aber der äussere Eindruck täuscht. Und zwar gewaltig. Mit dem Update des Ride ist Saucony ein wirklich toller Wurf gelungen, die wahre Schönheit kommt von innen.

Es beginnt bei der Passform: Wie gewohnt bei Saucony ist der Schuh grosszügig geschnitten. Viel Platz, vor allem im Vorfussbereich, super angenehmes Obermaterial, gut gepolsterte Fersenpartie und die spezielle Schnürung mit den „fetten“ Schnürsenkeln, das alles sorgt für ein „Finkenfeeling“. Klar, das macht vor allem Sinn für langsame bis mittelschnelle und vor allem längere Läufe. Aber das ist auch der Bereich, für den der Ride 13 wie geschaffen ist. Das gilt auch für die Dämpfung. Mit dem neuen Dämpfungsmaterial PWRRUN, welches auch in anderen Modellen wie dem Kinwara eingesetzt wird, entsteht ein angenehmes Dämpfungsverhalten bei gleichzeitig erstaunlich kompaktem Lauffeeling. Der Schuh fühlt sich einfach genau richtig an, insbesondere für lange Läufe: Angenehm aber nicht zu stark gedämpft, trotzdem leicht und dynamisch. Ein Schuh, der unauffällig perfekt und zuverlässig seine Arbeit erledigt.

Die Sohle ist verstärkt mit abreibfestem Material, was sie nicht nur langlebig macht, sondern auch genügend widerstandsfähig für die verschiedensten Untergründe. Er läuft sich sowohl auf Asphalt als auch auf Waldboden hervorragend. Einzig auf matschigen oder sonst unwegsamen Singletrails ist der Schuh nicht wirklich zuhause. Dafür gibt es aber Trailrunning-Schuhe.

Der Saucony Ride 13 ist klassisch geschnitten, also verfügt nicht wie die Endorphin-Serie über eine gebogene Sohlenform. Das bewirkt ein normales Abrollverhalten mit dem Vorteil, dass man nicht in ein bestimmtes Bewegungsmuster gezwungen wird wie bei den Schuhen mit gebogener Karbonsohle. So kann man auch die Lauftechnik variieren, der Schuh läuft sich ebenso gut über die Ferse wie über den Mittelfuss. Einzig reine Vorfussläufer würden mit dem Schuh nicht ganz so glücklich. Aber im Bereich eines normalen Trainingslaufs ist Vorfuss wohl bei den wenigsten wirklich ein Thema.

Fazit: Vom äusseren Erscheinungsbild auf die inneren Werte zu schliessen, wäre beim Ride 13 fatal. Hier hat Saucony einen tollen Neutraltrainingsschuh für längere Läufe sowie den Hobbyläufer fast schon unbemerkt neu lanciert. Dank dem modernen Dämpfungsmaterial ist es gelungen, gute Dämpfung mit Dynamik zu vereinen und das Saucony-Lineup ideal zu ergänzen.

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Marcel Kamm

Marcel Kamm

Autor

Mitinhaber, Geschäftsführer. Verantwortlich für Kommunikation, Trainingsplanung, Seminare. Marcel kümmert sich um alle Belange der Kommunikation, Positionierung, Strategie und Geschäftsentwicklung. Zudem betreut er als erfahrener Coach Athletinnen und Athleten aus Triathlon, Lauf- und Radsport.

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