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Stufentest nach Conconi

Seit Jahren schon trainieren die besten Sportler mit Hilfe des bekannten Test nach Conconi. Entwickelt wurde das Verfahren von Prof. Conconi aus Ferrara / Italien.
Am Anfang waren es vor allem die Radprofis welche den STUFENTEST und dessen Resultate konsequent anwendeten.
Bald wurde der Test internationaler Standart und gilt neben anderen Kriterien, auch zur Selektion von Sportlern.
Heute hat der Stufentest eine grosse Verbreitung gefunden. Wettkampf-, Hobby- und Gesundheitssportler in aller Welt nutzen die Testresultate um effizienter, gezielter, gesünder und leichter trainieren zu können.

Was ist ein Conconi-Test:

Die Testperson steigert nach einem vorgegebenen Rhythmus ihre Leistung (Watt) bis zum max. Leistungsvermögen. Gleichzeitig werden regelmässig die Pulsschläge (Herzfrequenz) notiert (evt. in einem Computer gespeichert).

Welches ist die Kernaussage eines Conconi-Tests:

Ein Mensch, welcher eine Leistung vollbringt braucht dazu Sauerstoff. Je höher die Leistung, desto grösser der Sauerstoffbedarf. Ab einer gewissen Leistung gerät der Sportler in die sogenannte "Sauerstoffschuld". Das bedeutet, dass der Sauerstoffanteil im Blut für die zu erbringende Leistung zu klein ist. Unter diesen Bedingungen kann der Körper die Verbrennungsrückstände nicht mehr genügend abbauen, die Muskeln werden "sauer" und brauchen dann mehr Zeit, um sich richtig zu regenerieren.
Die Herzfrequenz-Zahl, bei welcher der Körper vom aeroben (= ausreichend Sauerstoff vorhanden) in den anaeroben (= Sauerstoffanteil im Blut ungenügend) Bereich wechselt, nennt man den "Schwellenwert". Dieser Schwellenwert wird beim Conconi-Test ermittelt.

Was sind die daraus resultierenden Resultate:

Prof. Conconi zeichnete auf einem X/Y-Diagramm die gespeicherten Herzfrequenz-Zahlen auf und machte folgende Beobachtung :
Die Kurve verläuft am Anfang linear (gerade). Dies bedeutet :
Die Herzfrequenz steigt im selben Verhältnis wie die Leistung.
oder :
für 2 Stundenkilometer mehr Leistung steigt der Pulsschlag der Testperson A regelmässig um 10 Schläge pro Minute. Diese Regelmässigkeit wird bei der anaeroben Schwelle (Schwellenwert) gebrochen.

Die Pulsfrequenz steigt ab dem Schwellenwert nur noch wenig an. Leistungen, welche im anaeroben Bereich liegen, können nur über kurze Zeit erbracht werden.
Beispiel: In einem Test liegt der Schwellenwert bei 170 Schlägen pro Minute und der max. Puls bei 180 Schläge pro Minute.
Die moderne Trainingslehre gliedert die Trainingsintensität in fünf verschiedene Gruppen. Diese sind:
Regeneration, Grundlagen, Kraftausdauer, Intensiv- und Spitzenbelastung. Die genaue Definition erfolgt nach Herzfrequenz. Diese ist je nach Trainingszustand und körperlichen Voraussetzungen individuell verschieden. Genau hier erfolgt die Anwendung des CONCONI-TESTS im Trainingsalltag. Das bedeutet für unser Beispiel:

  • Die Sauerstoffschuld (Schwellenwert) liegt bei 170 Schlägen/min. Der Schwellenwert wird als 100 % angenommen.
  • Wenn z.B. ein Grundlagentraining in einem Herzfrequenz-Bereich zwischen 60% und 75% des Schwellenwertes absolviert werden soll, heisst das für Testperson A, dass bei seiner Pulsuhr ein unterer Wert von 102 und ein oberer Wert von 128 Schlägen/Min. eingestellt werden muss.

Schlussbemerkungen:

  • Jeder Sportler ist gut beraten, die anaerobe Schwelle im Training und im Wettkampf nur bewusst und gezielt zu überschreiten.
  • Die anaerobe Schwelle kann je nach Trainingszustand des Sportlers verschieden sein.

Dies ist mit regelmässigen Tests zu überprüfen. Neue Werte ergeben neue Grundlagen für die folgenden Trainingsperioden.
Mit regelmässigen Tests kann zudem die Trainingsarbeit überwacht werden.
Die erbrachte Leistung beim Schwellenwert sollte grösser werden.


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